Ich bin Soziologe in Wien, studiere Sozioökonomie und forsche an der
Schnittstelle von Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie.
Meine Forschungsinteressen umfassen Entwicklung und Nutzung von neuen
Technologien, Automatisierung, Robotik und KI – wie sie Arbeitsmarkt,
Beruf und Beschäftigung verändern, sowie die Herausforderungen, die diese
Transformation für soziale Sicherungssysteme mit sich bringt.
Die Probleme, die uns heute bewegen, entstehen selten isoliert. Wir stehen
in einer multiplen Krise, in der ökologische, soziale und ökonomische
Dynamiken ineinandergreifen und deshalb unterschiedliche Perspektiven
brauchen, um verstanden zu werden.
In einer schnelllebigen Welt braucht es
einen genauen Blick, um diese Dynamiken rechtzeitig zu erfassen und
Entscheidungsträger:innen mit soliden Datengrundlagen zu versorgen, sei es
in der Politik, in Institutionen wie Arbeitsmarktbehörden oder in privaten
Unternehmen.
Evidenzbasiert
Systematische Analysen — keine vorschnelle Schlussfolgerungen.
Menschzentriert
Quantitative Befunde in soziale Kontexte eingeordnet und an gelebte Realität rückgebunden.
Das ComAI-Projekt „Persönlicher Alltag: Begleitung und kommunikative KI“ untersucht KI-Begleitschafts-Apps (z. B. Replika) im Kontext sich wandelnder persönlicher Beziehungsformen. Es vergleicht KI-basierte und professionelle Dienstleistungen (z. B. Trauerbegleitung, Alltagsmanagement) als kommunikative Verhältnisse, die durch „narrative Episoden“ aufgebaut und asymmetrisch sind. Mithilfe von Diskurs-, Genreanalyse und digitaler Ethnographie werden Handlungsmacht und Aneignung in ComAI-Beziehungen untersucht. In meinem Aufgabenbereich lagen Recherche und Synthese von Literatur, Mitwirkung bei der Teilnehmendenrekrutierung über Social-Media-Plattformen, wöchentliche App-Walkthrough-Sitzungen, Transkription, systematische Erhebung und Kartierung (Mapping) von KI-Begleitanwendungen, das Aufspüren praktikabler Lösungen für Datenerhebung und -analyse, wie auch die allgemeine Unterstützung der Projektleitung und der Prädoktorand:innen.
Kleine und Kleinstdrohnen sind kostengünstig, leicht verfügbar und nur schwer zu detektieren. Jüngste Konflikte haben ihr erhebliches disruptives Potenzial bei einem großflächigen Einsatz deutlich aufgezeigt. Im Jahr 2018 stellte das Österreichische Bundesheer mit ELDRO eine Kompetenzaufbau-Einheit für die elektronische Drohnenabwehr (Counter-Unmanned Aircraft Systems, C-UAS) auf. Nach abgeschlossener Evaluierung und erfolgreicher Teilnahme an internationalen Übungen wurden die gewonnenen Fähigkeiten und Systeme in die Truppe – konkret an das Jägerbataillon 8 – überführt; die Einheit selbst wurde anschließend aufgelöst. Während ihrer Einsatzzeit kam ELDRO unter anderem bei Großveranstaltungen wie dem Österreichischen Nationalfeiertag und der AirPower zum Einsatz und arbeitete dabei eng mit weiteren Stellen der Luftraum- und Frequenzüberwachung sowie den Sicherheitsbehörden zusammen.
2013 — 2019
Unteroffizier (Fernmeldewesen)
Österreichisches Bundesheer · Gardebataillon
Das Gardebataillon ist ein Infanterieverband und gleichwohl die repräsentative Zeremonialeinheit des Österreichischen Bundesheeres. Während meines Dienstes war ich mitunter der Präsidentschaftskanzlei zugeteilt, wo ich als Fahrer des Kabinettschefs, des Adjutanten des Bundespräsidenten und weiterer hochrangiger Staatsvertreter tätig war. 2015 absolvierte ich meine Ausbildung zum Fernmeldeunteroffizier. Von 2016 bis 2018 war ich in Phasen erhöhter Migration im Rahmen mehrerer Assistenzeinsätze an der österreichisch-ungarischen und österreichisch-slowakischen Grenze in den Kommandogruppen der grenzsichernden Einheiten eingesetzt.
Privat & Fortbildung
Ab Herbst 2026
MSc Sozioökonomie
Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien)
Ich beginne das Masterstudium der Sozioökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien.
2023 — 2026
BA Soziologie
Universität Wien
Note: Mit Auszeichnung bestanden
Alternative Erweiterungen / Erweiterungscurricula (Auszug):
• Einführung in die Volkswirtschaftslehre
• Einführung in die Betriebswirtschaftslehre
• Einführung in die Künstliche Intelligenz
• Medienpsychologie
• Psychoanalyse und ihre Relevanz für Psychotherapie und andere Formen psychosozialer Praxis
2022 — 2023
Reifeprüfung (Matura)
BG, BRG und Wiku BRG für Berufsätige, Wien
Ich legte im zweiten Bildungsweg die Reifeprüfung am Abendgymnasium für Berufstätige in Wien ab. Anschließend begann ich ein Studium an der Universität Wien.
2022
Vaterschaft
Elternzeit
Ich beendete meine militärische Laufbahn und unterbrach meine Berufstätigkeit, um in den ersten Lebensjahren meines Kindes präsent zu sein. Eine gemeinsame Entscheidung, die uns in dieser Zeit mehr Gleichgewicht ermöglichte — und mir zudem erlaubte, meine Reifeprüfung abzuschließen und anschließend eine akademische Ausbildung zu beginnen.
Aufbereitung von Forschungsergebnissen für Fachfremde
Berichterstattung und Ergebnisdokumentation
Webdesign und digitale Projektpräsenz
Öffentliche Kommunikation und Wissenstransfer
Toolentwicklung
Werkzeuge für einzelne Forschungsschritte
Reproduzierbare Recherche- & Screening-Workflows
Nachvollziehbare Dokumentation von Entscheidungen
Automatisierte Datenaufbereitung & Export
Interaktive Visualisierungen
Diese Dienstleistungen können grundsätzlich angefragt werden. Ob eine Anfrage angenommen
werden kann, hängt von der jeweiligen Situation ab — Anstellungsverhältnis, Auslastung und
andere Verpflichtungen. Für Anfragen bitte das Kontaktformular unten nutzen.
Projekt
Woran ich arbeite
Künstliche Intelligenz & Erwerbsarbeit
Eine empirische Analyse der KI-Nutzung in Unternehmen, der Auswirkungen auf den
Arbeitsmarkt und ihrer Implikationen für soziale Sicherungssysteme in
Österreich und Europa
Mixed-Methods-Ansatz
Statistische Auswertung von Eurostat-Paneldaten (2021–2025) und OECD-Daten
des PIAAC Cycle 2 (Programme for the International Assessment of Adult Competencies, 2023).
Eigene Umfrage in den Bereichen IT, Finanzwesen und Wissenschaft, fokussiert auf den
österreichischen Raum.
Optionale Follow-up-Interviews zur Vertiefung des Verständnisses
von quantitativ nicht erfassbaren Mechanismen.
Forschungsfragen
Wie hängt die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz in europäischen
Unternehmen mit der Entwicklung der Arbeitsmarktsituation zusammen?
Makroebene
Besteht ein statistischer Zusammenhang zwischen Veränderungen der betrieblichen KI-Nutzung und Veränderungen zentraler Arbeitsmarktindikatoren?
Kontextfaktoren
In welchem Ausmaß verändern wirtschaftliche, bildungsbezogene, institutionelle und strukturelle Unterschiede die Beziehung zwischen KI-Nutzung und Arbeitsmarktentwicklung?
Zeitliche Dynamik
Treten mögliche Zusammenhänge zwischen KI-Adoption und Arbeitsmarktindikatoren unmittelbar auf oder zeigen sie sich erst mit zeitlicher Verzögerung?
Lebensweltliche Erfahrungen
Wie erleben Beschäftigte die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Tätigkeitsprofile, Kompetenzanforderungen und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten?
Hypothesen
Auszug der zentralen Alternativhypothesen (H1).
1 · KI-Nutzung und Erwerbslosigkeit
Es besteht ein Zusammenhang zwischen betrieblicher KI-Nutzung und der Erwerbslosenquote, dessen Richtung und Stärke von ökonomischen Mechanismen abhängt.
2 · Rolle von Kontrollfaktoren
Der Zusammenhang zwischen KI-Nutzung und Erwerbslosenquote hängt von strukturellen Merkmalen der Länder ab — wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Bildungsniveau, sektorale Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarktregulierung und Digitalisierungsgrad.
3 · Zeitverzögerte Anpassung
KI-Nutzung steht in einem zeitverzögerten Zusammenhang mit Arbeitsmarktindikatoren, dessen Ausprägung von der Zeitstruktur der Anpassung abhängt.
SLR Harvester Web — die browserbasierte Neufassung des ursprünglichen
Desktop-Tools — ist seit 13. August 2026 unter
socresearcher.github.io/slr-harvester
live und direkt im Browser nutzbar, ganz ohne Download oder Installation. Die aktuelle
Fassung ersetzt die frühere Version vollständig. Gehostet auf GitHub Pages. Alle Projektdaten bleiben lokal
auf dem eigenen Gerät, bei optionalem Cloud-Sync über Supabase für
den Zugriff von mehreren Geräten aus.
Das aktuelle Projekt untersucht den Zusammenhang
zwischen der Einführung und Nutzung künstlicher Intelligenz in Unternehmen und der
Entwicklung von Arbeitsmärkten in Österreich und Europa. Auf Basis von Eurostat-Daten und OECD-PIAAC-Daten
werden Veränderungen der betrieblichen KI-Nutzung mit Arbeitsmarktdynamiken wie
Beschäftigungsentwicklung, Einstellungen und Personalabbau in Beziehung gesetzt.
Ergänzend werden eigene Erhebungen durchgeführt.
Ziel ist, empirisch zu untersuchen, ob und in welcher Form die zunehmende Verbreitung von
KI mit Veränderungen in Beschäftigungsstrukturen und Arbeitsmarktdynamiken einhergeht.
Das Projekt wurde privat initiiert und soll im Rahmen des beginnenden Masterstudiums fortgesetzt
werden, um innerhalb des universitären Netzwerks von Synergieeffekten zu profitieren. Auf diese
Weise können Teilfragen und einzelne methodische Schritte aufgeteilt bzw. gemeinsam bearbeitet,
und Ergebnisse multiperspektivisch und interdisziplinär diskutiert und interpretiert werden,
wodurch die Qualität der Forschung insgesamt gesteigert wird.
8. Juni 2026
16. Woche der soziologischen Nachwuchsforschung: Ergebnisplakat ausgestellt
Im Rahmen der 16. Woche der soziologischen Nachwuchsforschung
an der Universität Wien werden wissenschaftliche Arbeiten präsentiert und diskutiert.
Erstmals konnten neben Abschluss- und Qualifikationsarbeiten auch
Ergebnispräsentationen aus forschungsnahen Lehrveranstaltungen eingereicht werden. Die
Leitung des Seminars DEDA (Datenerhebung & Datenauswertung) reichte das
Ergebnisplakat unserer Arbeitsgruppe ein — es wurde von der Institutsleitung zur
Ausstellung in einem Infokasten ausgewählt.
Inhaltlich basierend auf meiner Untersuchung zum Zusammenhang von unbezahlter
Care-Arbeit und subjektivem Wohlbefinden.
Ein auf Scopus durchgeführtes systematisches Literaturreview, das die
Performativität algorithmischer Prognose aus der Perspektive der Wissenssoziologie und des
sozialen Konstruktivismus beleuchtet. Das Review kartiert bestehende
Performativitätstypologien über Disziplinen hinweg und identifiziert Framing und
Kommunikation als zentrale Mechanismen, durch die algorithmische Vorhersagen soziale
Wirklichkeiten aktiv konstituieren. Wird im Rahmen eines laufenden Projekts zur
Entwicklung eines kausalmechanischen Rahmens fortgesetzt: Über
typologische Beschreibungen hinaus soll spezifiziert werden, durch welche generativen
Mechanismen und unter welchen Bedingungen algorithmische Prognosen selbsterfüllend oder
selbstzerstörend wirken.
14. Februar 2026
SLR Harvester auf GitHub veröffentlicht
Standardmäßige Literaturdatenbank-Interfaces sind oft in ihrer
Funktionalität eingeschränkt: Exportlimits, nicht persistentes Tagging und fragmentierte
Abfragebehandlung erschweren reproduzierbare Screening-Workflows.
SLR Harvester
begegnet dem durch persistente Speicherung von Suchlogik, Tagging und zweistufigen
Screening-Entscheidungen. Für systematische Literaturrecherchen auf Scopus. Mein erstes
substanzielles Vibe Coding Projekt.
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